Wetterballon-Projekt: Start verschoben – Motivation ungebrochen!

Eigentlich sollte es der Höhepunkt unseres Schuljahres werden: Am 8. Juli um 9:00 Uhr sollte unser Wetterballon während des Sportfestes vor großem Publikum in den Himmel steigen. Wochenlang hatte sich der WPII-NW-Technik-Kurs (Jahrgang 10) mit 24 Schülerinnen und Schülern intensiv auf dieses besondere Projekt vorbereitet.

Bereits im Vorfeld war alles organisiert: Die notwendigen Genehmigungen lagen vor, der Versicherungsschutz war geklärt und auch die Bergung der Sonde war vorbereitet. Mithilfe eines Traktors mit GPS-, Mobilfunk- und Satellitentechnik sollte die Landung verfolgt und die Sonde nach ihrer Rückkehr geborgen werden.

Besonders stolz sind wir auf die technische Ausstattung unserer selbst entwickelten Wettersonde. Die Schülerinnen und Schüler konstruierten und fertigten unter anderem einen 3D-gedruckten Vorbau, der neben einem Reagenzglashalter auch eine Sponsorenpräsentation sowie ein OLED-Display mit einer Live-Anzeige von Temperatur und Luftdruck beherbergte.

Neben den Standardmessungen wurde die Sonde um eine Besonderheit erweitert: Zusätzlich sollte ein Ozonsensor Daten sammeln – eine Erweiterung, die bei vergleichbaren Schulprojekten nur äußerst selten zu finden ist. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Yaroslav, der diese Idee eingebracht und maßgeblich umgesetzt hat.

Während des Fluges sollten zahlreiche Messdaten aufgezeichnet werden:

  • Temperatur
  • Luftdruck
  • Höhe
  • GPS-Position
  • Ozonkonzentration
  • Live-Videoaufnahmen

Die benötigte Heliummenge war bereits exakt berechnet. Die Sonde sollte auf eine Höhe von rund 38.000 Metern steigen und dabei wertvolle Messdaten aus verschiedenen Atmosphärenschichten liefern.

Doch kurz vor dem geplanten Start folgte die große Enttäuschung: Die Wolkenbedeckung war an diesem Morgen deutlich dichter als vorhergesagt. Da die Aufstiegsgenehmigung aus Sicherheitsgründen nur bei einer Wolkenbedeckung von weniger als 50 % galt, musste der Start kurzfristig abgesagt werden.

Natürlich war die Enttäuschung bei allen Beteiligten groß. Nach der langen Vorbereitung fiel die Entscheidung zum Abbruch niemandem leicht.

Ein Ersatztermin noch vor den Sommerferien ließ sich leider nicht mehr realisieren. Aufgrund der kurzfristigen Absage und der bereits beginnenden Ferienzeit konnte kein vollständiges Bergungsteam mehr organisiert werden. Rückblickend war dies unsere einzige echte Planungsschwäche: Für einen möglichen Ausweichtermin hätten wir bereits frühzeitig ein zweites Bergungsteam einplanen müssen.

Trotzdem überwiegt bei allen die Motivation. Die Wettersonde ist vollständig vorbereitet und wartet auf ihren Einsatz. Nach den Sommerferien werden wir einen neuen Starttermin festlegen – und dann soll unser Wetterballon endlich in Richtung Stratosphäre aufsteigen.

Wir freuen uns darauf und halten Sie selbstverständlich auf dem Laufenden. Bleiben Sie dran!

 

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